Der Begriff einer „Lateralen“ Führung kommt aus dem Lateinischen und steht für ein „seitliches“ Führen, das bedeutet eine Zusammenarbeit ohne strenge Hierarchien und Weisungsebenen. Ich erarbeite derzeit ein Konzept, dass das Grundprinzip des Sportes Ultimate Frisbee – das eigenverantwortliche Handeln im Teamsport ohne Schiedsrichter – auf das Projektmanagement überträgt, ganz allgemein umschrieben als „Interagieren ohne Weisungsbefugnis“. Argumentationshilfe habe ich dabei jüngst aus der Süddeutschen Zeitung erhalten.
Zugegeben, ich bin begeistert von der Machart, wie sich Brodie Smith im Internet darstellt und vermarktet. Seine Kanäle Frisbee Trickshots, Everything Ultimate sowie private Video Blogs müssten durchaus bereits lukrativ sein, wenn man die Klickzahlen von vielfach mehr als einer Million betrachtet. (weiterlesen…)
Das Ultimate-Team „Deine Mudder“ Bremen gewöhnt sich ans Siegen: Nach dem Turniersieg Mitte Dezember beim „Sheep ihn rein“ in Beckum haben sie nun auch ihr eigenes Turnier, den Mudders Cup 2012 gewonnen – und darüber gleich eine ganze Reihe von Filmberichten ins netz gestellt. Sehr löblich! (weiterlesen…)
Der Leistungssport ist geprägt von wissenschaftlicher Analyse, Datenvergleichen, von in allen Richtungen optimierten Prozessen und dem Einhalten strikter Trainings-, Ernährungs- und sonstiger Verhaltensabläufe. Dennoch spielen für die optimale Leistung auch irrationale Momente eine entscheidende Rolle. Ich halte diesen Aspekt für wesentlich, wenngleich er sehr schwer steuerbar ist. Die viel beschworene „Tagesform“ kann viele verschiedene Gründe und Ursachen haben, viele Leistungssportler versuchen sich durch den Einsatz von Glückbringern dieselbe Leistungsstärke für jeden Tag zu erhalten.
Der österreichische Skiverband hat für sein leistungsorientiertes Skispringerteam bereits vor fünf Jahren einen Humorberater eingestellt, der den Leistungssportlern helfen soll, unter Druck ihre Spontaneität und ihre Intuition zu bewahren. Seit Kurzem arbeitet Jonathan Briefs einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers zufolge auch mit dem Deutschen Skiverband zusammen, vor allem im alpinen Lager, und dort besonders mit Felix Neureuther. Ein wie ich finde interessanter Ansatz, der sicherlich auch in anderen Sportarten gute Anwendung finden könnte.
Der Sport Ultimate Frisbee ist stark im Kommen. Ich weiß, wovon ich rede, schließlich verfolge ich als Geschäftsführer die jährlich zweistellig steigenden Mitgliederzahlen des Deutschen Frisbeesport-Verbandes – vom extremen Wachstumspotenzial in Schulen und Vereinen einmal ganz zu schweigen. Jedenfalls kann ich nun bereits ankündigen, dass ich als eine Entwicklungshilfe für die Weiterentwicklung demnächst ein kostenfreies E-Book zum Teambuilding im Ultimate veröffentlichen werde.
Wer sich auf die Seite frisbee-sport.de verirrt, hat vermutlich schon einen Bezug zu den Sportarten mit der Frisbeescheibe. Am bekanntesten sind Ultimate Frisbee, Disc Golf und Freestyle Frisbee. Aber wer kennt schon Brodie Smith und wer „Bad Skid“? Und schließlich: Was habe ich von ihnen gelernt? Im Wesentlichen ist meine Erkenntnis, dass ich für die Ziele des Frisbeesports die technischen Möglichkeiten des Web 2.0 gezielter nutzen möchte.
Die zweifache Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfahrt hat in der Westdeutschen Zeitung Sportfunktionäre zu effektiverer Zusammenarbeit in Hinblick auf die Chancen von TVF-Übertragungen gefordert. Ein gutes Beispiel hierzu gibt Schweden ab, das im Rahmen einer „schwedischen Meisterschaftswoche („SM Veckan„) im Sommer und im Winter jeweils mehrere Meisterschaftsentscheidungen an ein- und demselben ort stattfidnen lösst, sodass das Fernsehen gebündelt darüber berichten kann (ich hatte bereits im Sommer im Zusammenhang mit der schwedischen Ultimate-Meisterschaft darauf hingewiesen.
Der Fragestellung in der WZ zufolge stellen auch deutsche Fernsehmacher solche Überlegungen an. Die interviewte Goldmedaillen-Gewinnerin von 1972 in München und von 1984 in Los Angeles antwortet darauf: „Olympische Verbände müssen sich Gedanken machen, wie man Interessen koordiniert. Sportverbände müssen miteinander reden, ich fürchte nur, dass das mit der klassischen Funktionärsriege schwierig wird.“ Sie äußerte weiter, dass viele der heute noch amtierenden Funktionäre Angst vor Kompromissen hätten.
Als Geschäftsführer des Deutschen Frisbeesport-Verbandes, der noch vor einer Anerkennung durch den DOSB steht und wenn auch nicht olympisch wenigstens doch World Games-Disziplin ist, kann ich nur beipflichten und sagen, dass eine solche Berichterstattung, wie sie zum Beispiel auch im Umfeld der World Games 2005 in Duisburg stattgefunden hat, dem Sport nur gut tun kann! Medienpräsenz ist in der heutigen zeit mehr denn je ein Schlüssel für Wahrnehmung und Beachtung. Die Auszeichnung des DFV mit dem Fair Play Preis des Deutschen Sports durch das Bundesinnenministerium und den DOSB war dazu bereits ein sehr wichtiger Schritt.
Die Bedeutung in Bewusstsein der Bevölkerung steigt mit jeder Minute Sendezeit, die unser in mehrfacher Hinsicht einzigartiger Sport erhält (Eigenverantwortung durch Regelkenntnis, körperkontaktloses und schiedsrichterloses Spiel mit dem einzig schwebenden Sportgerät, gemischt-geschlechtlich auszuüben, unter anderem auch bei den World Games. Für die WG 2013 im kolumbianischen Kali wurde Ultimate übrigens als Botschafter-Disziplin des Fair-Plays ernannt).
Oberbürgermeister Jürgen Roters und Sportdezernentin Agnes Klein haben in einer Pressekonferenz ein positives Resümee des Sportjahres 2011 gezogen und zugleich den Ausblick auf das kommende mit 22 Großveranstaltungen gegeben – darunter die 6. Disc Days Cologne am 09. und 10. Juni 2012.
„Wir hatten einen guten Lauf und werden auch 2012 einen guten Lauf haben“, erklärte Sportdezernentin Klein, während OB Roters betonte: „Großereignisse sind für die Ausstrahlung der Sportstadt von hoher Bedeutung. Die Veranstalter müssen diese Bedeutung erkennen und eine vertrauensvolle Atmosphäre aufbauen“, fügte der Oberbürgermeister an. Dazu seien regelmäßige Kontakte notwendig. So habe Köln gegen starke Konkurrenz das europäische Handball-Clubfinale (26. und 27. Mai 2012) bis 2014 und das DFB-Pokalfinale der Frauen (12. Mai 2012) bereits bis 2015 sichern können. Hierbei, ergänzte Sportdezernentin Klein, sei der Kölner Anspruch „Sportstadt mit Herz“ entscheidend gewesen.
Die Disc Days Cologne (09. und 10. Juni) befinden sich dabei in prominentem Umfeld: Mit Beach Volleyball-Weltmeister Jonas Reckermann (Smart Beach Tour 20.-22. Juli) und Artur Bril, Junioren-Boxweltmeister im Fliegengewicht, (Deutsche Jugendbox-Meisterschaften 25.-28. April) waren zwei prominente Top-Sportler bei der Pressekonferenz anwesend. Daneben stellten einige Veranstalter weitere Großveranstaltungen in Kürze vor, so die 96. Auflage des Radklassikers „Rund um Köln“ (09. April), das 3. Kölner KinderSportFest (23. Juni 2012), die BMX-WM (14. und 15. Juli), die Ruder-DM (25. und 26. August), das „Cologne Triathlon Weekend“ (31. August bis 2. September) und der Köln Marathon (14. Oktober).
Für die Disc Days Cologne gab ich einen kurzen Rüclblick auf die Entstehung, die heutige Form der Außendarstellung mit weiteren Disc-Disziplinen sowie auf den Hintergrund der laufenden Bemühungen einer Anerkennung durch den DOSB, nach der Zuerkennung des „Fair Play Preises des Deutschen Sports“ von Bundesinnenminsiterium und DOSB an den DFV. Zum Punkt Internationalität erwähnte ich unter allgemeiner Anerkennung, dass der in den Niederlanden bereits offiziell anerkannte Nederlandse Frisbee-Bond bei uns angefragt hat, wann die Disc Days Cologne stattfinden, damit es nicht wie zuvor Kollisionen mit dortigen Meisterschaftsturnieren geben sollte.
Gerade moderne Sportarten seien für die Sportstadt Köln wichtig, waren sich Agnes Klein und Jürgen Roters einig, weil Köln von der Einwohnerzahl weiter zulegt und in fünf bis 10 Jahren die jüngste Stadt in Nordrhein-Westfalen sein wird. Sportamtsleiter Dieter Sanden berichtete auf Anfrage, dass laut aktuellem Sportstädteranking des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts bei den Sportevents Köln mit 6,5 Millionen Besuchern im Jahr 2010 auf Platz zwei hinter Berlin liegt. Im Kölner Stadthaushalt sind für alle Großveranstaltungen insgesamt nur 45.000 Euro eingestellt.
Rückblick auf das Jahr: Wir haben in Köln nach der Ultimate-DM 2006 das internationale Einladungsturnier „Disc Days Cologne“ eingeführt. In diesem Jahr gab es die 5. Auflage, mit der Zusatzdisziplin Guts. Endlich habe ich es geschafft das Filmmaterial etwas zu sichten und zusammenzuschneiden. Daher hier vier Beiträge von den Guts- und Ultimate-Finalen bei den 5. DDC am 04. und 05. Juni 2011 beim ASV Köln. (weiterlesen…)
29. Januar 2012












