Der v.a. in Sachen Frisbeesport sehr ereignisreiche Monat November hat mit einer Horizont erweiternden Veranstaltung begonnen: Die Teilnahme am ersten Seminar der Trainerausbildung des künftigen, bislang 20-köpfigen Lehrteams des Deutschen Frisbeesport-Verbandes in Darmstadt. DFV Bildungsvorstand Ralf Simon hat das zweitägige Seminar sowohl in theoretischen als auch praktischen Belangen mit großer Kompetenz und Souveränität durchgeführt.
Die Begeisterung für den Frisbeesport wächst weltweit und so auch in Deutschland. Bei vielen verschiedenen Anlässen habe ich Gelegenheit auf das Fairplaykonzept im Teamsport Ultimate Frisbee hinzuweisen (in Schulstunden, Lehrerfortbildungen, Managementseminaren oder auch Interviews). Nun habe ich ein schönes Beispiel des gelebten „Spirit of the Game“ als kleines Filmchen veröffentlicht.
Erst neulich hatte „Ultimate Rob“ die üblichen Frisbeewürfe in einer filmischen Übersicht zusammengestellt. Jetzt ließ Robert McLeod das Filmchen der unüblichen Würfe folgen. Demgegenüber empfehle ich noch stärker die Lehrvideos von Ben Wiggins aus seiner Ultimate-Videoreihe „Rise Up“.
Die Heidelberger Ultimate-Community hat einiges zu bieten: Der TV Eppelheim betreibt seit vielen Jahren eine Frisbeesport-Abteilung, früher unter dem Namen der „Red Barons“, seit einigen Jahren inzwischen unter den Namen der „Heidees„. Der christliche Hopechannel hat bereits jetzt einen viertelstündigen Report vom Training der Heidees mit dem Selbstversuch der Reporterin Anja Lehmann veröffentlicht, der erst Ende November ausgestrahlt wird.
Ende August fand in Rockford, Illinois, das traditionelle und vom Verband USA Ultimate geführte Ultimate-Turnier „Heavyweights 2013“ statt, bei dem 16 Frauenteams, 32 Openteams und 24 Mixedteams auf Clubebene gegeneinander antraten. Damit ist das Turnier ungefähr so groß wie die größten in Europa, das „Windmill Windup“ in Amsterdam oder das „Tom’s Tourney“ in Brügge. Das US-Portal Ultiworld sogar eine eigene Vorschau zur Frauen-Division verfasst.
Ben Wiggins, hochklassiger Ultimate-Spieler und -Coach aus den USA, hat einige Videos seiner Lehrreihe „RiseUp Ultimate“ kostenfrei publiziert. Darunter sind die beiden ersten Filme der „Season 4“, in der es ums Werfen geht. Hier die beiden englischsprachigen Videos, zuerst zur Vorhand, dann zur Rückhand.
Anlässlich des „Phantomtors“ in der 1. Fußball-Bundesliga ist viel gesagt und geschrieben worden. Die Debatte dreht sich um die „Hintertor-Technologie“, um Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters, um die Rolle der Fifa und um Fairplay. In der Rheinischen Post hat Martin Beils in einem Essay die Herkunft des Wortes und die Bedeutung für den Sport thematisiert. Ein nicht erzieltes Tor „um der Gerechtigkeit willen zu verschenken“, bezeichnet er als „vielleicht naiv“, aber „nicht utopisch“. Zustimmung!
Dass Freestyle nur etwas für Spezialisten ist, stimmt so nicht. Natürlich erfordert das Einstudieren einer Routine schon eine gehörige Portion Ehrgeiz. Vor allem das Balancieren der rotierenden Scheibe auf dem Fingernagel ist als Grundfertigkeit schwer zu erlernen. Aber gewisse Tricks kann sich jeder aneignen. Und ist der Nail Delay erst einmal erlernt, eröffnen sich neue Welten. Wie in diesen Filmen von Stephan Stoll aus Berlin.
Es war Mitte bis Ende der 1980-er Jahre, als Martin Langer seine Freunde und Kollegen in Radolfzell mit der Spielidee von Ultimate überraschte. Die ’Zeller Blasters waren für lange Jahre eine feste Größe im deutschen Zweitliga-Ultimate und richteten auch einige Turniere aus. 2007 gab es ein Revival zum 20-jährigen Bestehen der DisConnection in Freiburg. Zwischenzeitlich betreute Timo Keppner in Radolfzell auch ein Juniorenteam. Jetzt hat der ehemalige Mitspieler Claudius „Eisi“ Eisermann eine kleine Kollektion eigener Shirts herausgebracht, die die Radolfzeller Ultimate-Tradition wieder aufleben lassen könnte.
5. November 2013






