post Kategorie: Teambuilding post Kommentare (0) post22. Oktober 2017

Persönliche Erfahrung der Sportartvermittlung im Rahmen der Projektwoche mit der DJK Wiking an der Heinrich-Böll-Gesamtschule mit den jeweils acht Parallelklassen fünf bis neun in der Woche 16.-20. Oktober 2017

Zu Beginn der Stunde bilden wir einen großen Kreis, dann stelle ich mich mit Namen vor und wünsche der Klasse einen Guten Morgen. Meist ertönt ein gemeinschaftliches „Guten Morgen!“ zurück. Zum Einstieg frage ich, wer noch nie eine Frisbeescheibe geworfen hat (einzelne) und danach, wer schon vom Teamsport Ultimate Frisbee gehört hat (meist mehrere). Dann kündige ich an, wir werden das Spiel in einer Schulstunde nicht spielen können, aber wir können die beiden Grundwürfe üben und Pässe in den Lauf werfen.

Zunächst erkläre ich jedoch anhand des aufgebauten Feldes kurz die Regeln des Spiels: ein Endzonensport, der im Juniorenbereich fünf gegen fünf gespielt wird. Das verteidigende Team hat auf dieser Seite des Feldes die Scheibe und hält sie vor dem Anwurf hoch. Das angreifende Team hinten auf der anderen Seite des Feldes signalisiert: „Wirf mal rüber!“ Nach dem Anwurf nehmen die Angreifer die Scheibe auf und werfen sich im Team zu, mit der Grundregel: Wer fängt, muss stehen bleiben. So versuchen sie sich bis zur Endzone zuzuwerfen und wer darin fängt, macht einen Punkt.

Der Unterschied zum American Football und zum Rugby ist: Bei diesen beiden Sportarten kann ich mir das Sportgerät unter den Arm klemmen und bis in die gegnerische Endzone zum „Touch Down“ laufen. Beim Ultimate Frisbee muss ich immer eine freie Mitspielerin oder einen freien Mitspieler finden, der oder dem ich zupassen kann. Wird ein Pass nicht gefangen, fällt auf den Boden oder ins Aus (mit anderen Worten: wenn er unvollständig ist), dann darf sofort das bisher verteidigende Team die Scheibe aufnehmen und in die andere Richtung angreifen.

Wir spielen im Juniorenbereich üblicherweise bis 13 Punkte. In so einem Spiel passiert also immer ziemlich viel. Und ein Unterschied zum Fußball ist: Dort stehe ich meist auf einer Position, etwa linker Verteidiger oder rechtes Mittelfeld, und kann dort oft einfach angespielt werden. Im Ultimate Frisbee besteht dagegen eine Personendeckung, die immer an Gegenspielerin oder -spieler dran ist, sodass ich stehend quasi nie angespielt werden kann und mich stattdessen immer frei laufen muss. Wegen der hohen Laufintensität können nach einem Punkt auch alle Spielenden auswechseln.

Im Fußball verliere ich den Ball und erobere mir den Ball wieder. Habe ich im Ultimate Frisbee aber einmal die Scheibe verloren, dann habe ich ganz schnell einen Gegenpunkt kassiert und liege (ähnlich wie im Tennis) ein „Break“ zurück. Damit zu den beiden Grundwürfen: Die meisten kennen die Rückhand, dazu halt ich die Scheibe mit der ganzen Hand fest und nehme als Rechtshänder den rechten Fuß nach vorne. Dann schwinge ich meinen ganzen Arm links außen am Körper vorbei. Der eigentliche Wurf erfolgt jedoch fast nur aus dem Unterarm und der Hand.

Daraufhin zeige ich auch noch den Vorhandwurf auf der offenen Seite des Körpers (wie bei Tennis, Tischtennis oder Badminton). Die rechte ausgestreckte Handfläche schaut nach vorne, ich knicke Ringfinger und kleinen Finger ein, dann wird der Daumen nach außen und unten überdreht. Jetzt lege ich die Frisbeescheibe mit dem Innenrand auf den Mittelfinger und den Daumen wieder oben auf den Rand. Die Scheibe liegt nun weitgehend hinter dem Mittelfinger, über den sie von außen nach vorne geschnippt wird. Dabei hängt der Unterarm nach unten.

Jetzt wird es Zeit, dass die Kinder und Jugendlichen selbst in Aktion kommen! Ich habe auf dem Spielfeld zwei Reihen mit Hütchen gelegt, links gelbe, rechts orange, zehn Meter voneinander entfernt, nebeneinander im Abstand von jeweils vier Metern. Dann fordere ich die Schülerinnen und Schüler auf, jeweils Paare zu bilden, zuvor gebe ich aber noch drei Regeln mit auf den Weg:

  1. Niemand fängt an zu werfen, bevor ich sage, dass es losgeht!
  2. Zum Fangen nehmen wir eine Hand nach oben und eine nach unten. Das ist die Sicherheits-Fangvariante, bei der die hoch gehobene Hand auch den Kopf schützt. Wir nennen sie „Sandwich Catch“ oder „Krokodil“.
  3. Wenn eine Scheibe unkontrolliert durch die Luft fliegt, nutzen wir den Warnruf englisch für „Köpfe“: „Heads!“ Dann schütze ich meinen Kopf mit beiden Armen. – Und wenn eine Scheibe weit entfernt liegt, werfen wir nicht von da, sonst können wir gleich wieder „Heads“ rufen! Sondern wir gehen erst auf unsere Position zurück und werfen erst wieder von dort.

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