post Kategorie: Sportpolitik,Teambuilding post Kommentare deaktiviert für Colibris im Einzelflugmodus post14. März 2020

Die Beschlüsse zur Eindämmung des Corona-Virus betreffen auch massiv den Sport. Nicht nur haben praktisch alle Sportverbände ihren Spielbetrieb eingestellt, sondern – wenigstens in den betreffenden Bundesländern – auch alle verantwortungsbewussten Sportvereine. Daher hat auch die DJK Wiking ihren Sportbetrieb eingestellt, und so hatte die Frisbeesport-Abteilung der Cologne Colibris am Freitag, den 13. März 2020, ihr vorerst letztes Training.

Frisbeesportler*innen sollen sich privat fit halten

Dieses letzte gemeinsame Training für wenigstens fünf Wochen war schön, aber auch etwas traurig. Das zusammengekommene Team (immerhin 15 Personen) nutzte die Gelegenheit auch um sich auszutauschen über die gemischten Gefühle, die uns alle derzeit begleiten. Ich komme mir vor wie in einem Film und es ist doch Realität. Das Team nutzte diesen letzten gemeinsamen Termin aber auch dazu, sich gegenseitig zu ermuntern fit zu bleiben und regelmäßig privat etwas dafür zu tun. Der Verein DJK Wiking wird an dem 16. März werktäglich eine Übung des Tages veröffentlichen.

Ab sofort befinden sich die Colibris sozusagen im Einzelflugmodus. Sie können natürlich in kleinen Gruppen weiterhin nach draußen gehen, und zu zweit oder zu dritt Übungen machen. Aber an ein Teamtraining ist vorerst nicht mehr zu denken. Ob das nach den Osterferien mit Beginn der Kalenderwoche 17 wieder aufgenommen werden kann, bleibt abzuwarten.

Eigenes Verhalten ist entscheidend

Zwischenzeitlich geht es vor allem darum, konsequent sein Verhalten zu ändern. Auch das konnte im Training direkt eingeübt werden. Pia Heinemann kommentierte in der Welt zu der Frage, warum man sein Leben ändern sollte, auch wenn man selbst gesund ist: „Weil im Fall einer Epidemie das Handeln des Einzelnen einen enormen Einfluss hat.“ Das aktive Vermeiden von Kontakten hilft die Krise beherrschbar zu machen. Doch genau diese Gewohnheiten zu ändern ist das, was uns mit am schwersten fällt! Doch klar ist, um Schlimmeres zu verhindern, müssen wir:

  • soziale Kontakte minimieren und die Hygieneregeln beachten
  • mehrfach ausgiebig die Hände waschen und wenn möglich desinfizieren,
  • vorübergehend von Händeschütteln und Umarmungen absehen
  • Abstand voneinander halten, wenigstens 1m, bei feuchter Aussprache besser 2m
  • in die Armbeuge niesen und husten und sich nicht selbst ins Gesicht fassen
  • sowie Kontaktflächen möglichst meiden, ansonsten wieder die Hände desinfizieren

Entsprechend den Vorgaben der Landesregierung NRW ist jedoch zweifellos eine der wichtigsten Aufgaben, die sozialen Kontakte zu reduzieren. Das betonen auch immer wieder die Experten, so der Virologe Christian Drosten (mit täglichem Podcast beim NDR) als auch Tomas Pueyo auf perspective-daily.de. Letzterer schreibt eindringlich:

„Wir sprechen hier von einer exponentiellen Bedrohung. Deshalb zählt jeder Tag. Wenn du die Entscheidung auch nur um einen einzigen Tag verschiebst, trägst du nicht nur vielleicht dazu bei, dass sich ein paar mehr Menschen infizieren. Wahrscheinlich gibt es in deiner Stadt bereits Hunderte oder Tausende von Fällen. Und an jedem Tag, an dem es keine soziale Distanzierungsmaßnahmen gibt, steigen diese Fälle exponentiell an.“

Daneben hat das Robert-Koch-Institut gerade auch junge Menschen zu Selbstschutz und Solidarität mit den älteren Menschen aufgerufen, die ein höheres Risiko haben (siehe diesen Beitrag in der Berliner Zeitung). Ältere und Menschen und solche mit einer Vorerkrankung sind bekanntlich die Hauptrisikogruppen der Erkrankungen. Ihnen gelten alle Schutzmaßnahmen, worauf auch die DJK Wiking hinweist. Wenn sich das Corona-Virus hierzulande weiter in einer Geschwindigkeit ausbreitet wie in Italien, werden weit mehr Menschen sterben müssen, als wenn es uns gelingt, diese Geschwindigkeit einzubremsen. Dazu ist ein weitgehender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Stillstand nötig, für uns alle eine neue Erfahrung!

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